Erfolgreiche Energiekooperati­on: Umweltminister Totschnig zeichnete Heizwerk Sillian bei CEBC2026 aus

Auszeichnung auf internationaler Bühne

Erfolgreiche Energiekooperati­on: Umweltminister Totschnig zeichnete Heizwerk Sillian bei CEBC2026 aus

Im Rahmen der 8. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz CEBC2026 ist ein Mitgliedsbetrieb der BioWärme Tirol, das Heizwerk Sillian, als vorbildliche Nahwärmeanlage ausgezeichnet worden. Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig würdigte gemeinsam mit dem Programm-Management von klimaaktiv Heizwerke und Wärmenetze Pionierbetriebe, die erneuerbare Energieträger effizient einsetzen und höchste Qualitätsstandards erfüllen.

Prämiert wurden Projekte, die eine effiziente Nutzung regionaler Ressourcen mit schlüssigen Gesamtkonzepten und einer vorbildlichen Umsetzung der anspruchsvollen klimaaktiv-Kriterien verbinden. Das Heizwerk Sillian, getragen von der Biomasse – Verarbeitungs- und Heizgenossenschaft Sillian – Hochpustertal reg.Gen.m.b.H. und der Regionalenergie Osttirol, zählt damit zu jenen vier Anlagen, die in Österreich 2026 als Best-Practice-Beispiele ausgezeichnet wurden.

„Um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern rasch und nachhaltig zu verringern, braucht es effiziente Lösungen auf Basis erneuerbarer Energieträger. Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Biomasse-Heizwerke und Nahwärmeprojekte erfolgreich betrieben und regionale Ressourcen verantwortungsvoll genutzt werden können. Sie sind ein zentraler Baustein für den Klimaschutz, stärken die Versorgungssicherheit und erhöhen die regionale Wertschöpfung“, betonte Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig.

Seit 1998 verlässlicher Wärmelieferant

Das Heizwerk Sillian versorgt seit 1998 die Gemeinden Sillian und Heinfels mit Fernwärme. Der Brennstoff stammt überwiegend von Mitgliedsbetrieben der Genossenschaft sowie von forstwirtschaftlichen Betrieben aus der Umgebung. Die regionale Verankerung sichert nicht nur kurze Transportwege, sondern stärkt auch die lokale Wertschöpfung. Nach umfangreichen Revitalisierungsmaßnahmen und der partnerschaftlich erfolgten Betriebsübernahme durch die Regionalenergie Osttirol richtet sich der Fokus nun auf weitere Optimierungen, um einen langfristig nachhaltigen Anlagenbetrieb sicherzustellen.

Qualitätssicherung durch klimaaktiv QM Heizwerke

Ein wesentlicher Faktor zur langfristigen Sicherstellung der Wärmeversorgung ist das Qualitätsmanagement-Programm „QM Heizwerke“ von klimaaktiv, einer Initiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Das österreichweite Programm wurde gemeinsam mit der internationalen Arbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke entwickelt und zielt auf die kontinuierliche Verbesserung von Planung, Betrieb und Effizienz von (Biomasse-)Heizwerken ab.

„QM Heizwerke sorgt für eine effiziente, verlässliche Planung und einen professionellen Betrieb von Heizwerken und Wärmenetzen. Gleichzeitig unterstützen wir die kontinuierliche Weiterentwicklung der eingesetzten Technologien und stärken den Know-how-Transfer sowie die Vernetzung in der Branche. Damit sichern wir eine wesentliche Grundlage für eine nachhaltige Wärmeversorgung in Österreich“, beschreibt Christian Fink, Geschäftsführer von AEE INTEC.

Biomasse als tragende Säule

Nicht zuletzt spielen Biomasse-Heizwerke eine zentrale Rolle in der regionalen Energieversorgung. Über Nahwärmenetze wird die erzeugte Wärme an Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Betriebe verteilt – ohne dass jede Liegenschaft einen eigenen Heizkessel benötigt. Dadurch werden fossile Brennstoffe ersetzt und CO₂-Emissionen reduziert. Österreichweit sind mehr als 2.500 Biomasse-Heizwerke in Betrieb. Sie liefern jährlich mehr als zehn Milliarden Kilowattstunden Wärme und versorgen hochgerechnet rund 130.000 Kund:innen mit klimafreundlicher Nahwärme.

Bildquelle:
Österreichischer Biomasse-Verband / Viennamotion
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